Blutdruckmessung

Als Blutdruck bezeichnet man die Kraft, die das Blut auf die Gefäßwände ausübt.Im klinischen Sprachgebrauch wird darunter speziell der Blutdruck in den Arterien verstanden. Der Blutdruck ist abhängig vom Herzzeitvolumen, dem Blutvolumen und dem peripheren Widerstand.
Das Herzzeitvolumen ist die Menge Blut, die das Herz pro MInute durch den Kreilslauf pumpt.Normalerweise beträgt das Herzzeitvolumen rund 5 l/min. Bei Verringerung des BLutvolumens z.B. durch eine schwere Verletzung mit Blutverlust sinkt auch der Blutdruck.
Der durchschnittliche Blutdruck in der Hauptschlagader (Aorta) beträgt 100 mmHg. Pumpt das Herz während der Kontraktion der Herzkammern (Systole) Blut in die Aorta, so steigt der Druck beim ruhenden gesunden jungen Menschen bis auf 120 mmHg an. Dies ist der systolische Blutdruckwert. Der diastolische Wert von ungefähr 80 mmHG entsteht, wenn das Herz erschlafft und der Druck in der Aorta dadurch abfällt.
        

Bei der üblichen indirekten Blutdruckmessung setzt der Untersucher sein Stethoskop in die Ellenbeuge im Bereich der Arteria brachialis und pumpt eine wenig darüber angebrachte Blutdruckmanschette auf, bis im Stethoskop keine Pulsgeräusche mehr zu hören sind. Anschließend wird der Druck abgelassen. Dann sind nach kurzer Zeit pulssynchrone Strömungsgeräusche zu hören, die sogenannten Korotkow-Töne. Der erste dieser Töne zeigt den systolischen Blutdruck an. Bei weiterer Reduzierung des Druckes werden die Töne auf einmal deutlich leiser - dies Schwelle gibt den diastolischen Blutdruck Nach dem Erfinder der Meßmethode, dem italienischen Knderarzt Scipione Riva Rocci, wird der Blutdruck meist mit RR abgekürzt.Psychische Einflüsse können den Blutdruck bis auf 40 mmHG ansteigen lassen. Wenn beim Arzt der Blutdruck durch Aufregung erhöht ist, spricht man auch vom Weißkittel-Hochdruck.

 

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