Montag, 15.08.2016

Vor Gelenk – Ultraschall besser auf Sport verzichten

 

 

Bei der Diagnostik rheumatoider Gelenkerkrankungen sind Ultraschall – Untersuchungen nach wie vor das Mittel der Wahl. Auch die Verlaufsbeobachtung der Erkrankung profitiert vom Gelenk–Ultraschall im B- oder Power-Doppler–Modus. Eine unterschwellig vorliegende Entzündung der Knochenhaut (Synovitis) kann damit ebenso zuverlässig erkannt werden wie Gelenkveränderungen (Erosionen) im Frühstadium. Die Anpassung der Therapie erhöht dann die Chancen, dem Fortschritt der Knochendestruktion noch rechtzeitig entgegenzuwirken.

 

Jetzt hat eine spanische Arbeitsgruppe in einer Studie herausgefunden, dass sportliche Aktivität die Eindeutigkeit von Gelenk–Ultraschalluntersuchungen beeinträchtigt. Das klare Fazit der Studie:  Hatte sich der Patient am Vortag körperlich angestrengt, zeigte die Bildgebung signifikant häufiger entzündliche Prozesse im Gelenkspalt. Das muss jedoch nicht zwingend Folge einer rheumatischen Erkrankung sein. Auch eine sich anbahnende Sehnenscheidenentzündung durch schlichte Überreizung kann mit synovialen Ergüssen einhergehen und so die Diagnose im wahrsten Wortsinn verwässern.

 

Daher: Vor einem Gelenkultraschall ein paar Ruhetage !

 

 

(aus DZSM – Dossier der Sportmedizin, 67. Jahrgang, 6/2016)