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Wie wirkt die Akupunktur aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin?

Die Akupunktur gehört zu den ältesten und weit verbreitetsten Heilmethoden der Welt und ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Durch das Einstechen von speziellen Akupunkturnadeln an genau definierten Punkten auf der Haut und am Ohr können Störungen im Körperinneren beseitigt oder gelindert werden. Nach der chinesischen Medizin wird der Körper von Leitbahnen umgeben, die als Meridiane bezeichnet werden, in denen die so genannte Lebensenergie Qi  mit ihren Anteilen Yin und Yang kreist. Diese beiden Bestandteile der Lebensenergie sind im Körper gleichzeitig, jedoch als Gegenpole wirksam. Stehen die beiden Gegenpole in völligem Gleichgewicht zueinander, befindet sich der Organismus in dem angestrebten idealen Gesundheitszustand. Ein Ungleichgewicht der Gegenpole führt nach chinesischer Medizin zu Gesundheitsstörungen bis hin zur Krankheit.Die Lebensenergie Qi durchfließt in einem 24-Stunden-Rhythmus die Meridiane und Organe und hat zu bestimmten Uhrzeiten ihre Maximalzeit in bestimmten Organen. So liegt nach der chinesischen Organuhr die maximale Zeit der Lunge zwischen 3:00 Uhr und  5:00 Uhr morgens. Statistisch auffallend häufig findet man zeitliche Übereinstimmungen zwischen dem Auftreten von Gesundheitsstörungen und der angegebenen Uhrzeit eines Organes in der chinesischen Organuhr. So kommt es häufig zum Auftreten von Asthmaanfällen in den frühen Morgenstunden und Gallenkoliken um Mitternacht (Maximalzeit der Gallenblase zwischen 23:00 Uhr und  1:00 Uhr).

Die Akupunkturpunkte liegen alle auf den oben genannten Meridianen. Eine Reizung dieser Akupunkturpunkte (durch Nadeln, Wärme, Massage, etc.) soll den Fluss der Lebensenergie Qi beeinflussen und somit Störungen in der jeweiligen Leitbahn beseitigen.Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Akupunkturpunkt zu reizen. Die Akupunktur verwendet Nadeln, die Moxibustion Wärme und die Akupressur Druck z.B. durch einen Finger.

Eine Sonderform der Akupunktur ist die Ohrakupunktur, welche erst vor circa 50 Jahren entdeckt und entwickelt wurde. Hierbei zeigte sich, dass auf der Ohroberfläche alle Organe des Körpers als Reflexzonen abgebildet sind. Durch die Untersuchung dieser Reflexzonen ist es dem Arzt möglich Störungen im Bereich der Organe festzustellen. Die Behandlung gestörter Organsysteme erfolgt wiederum durch Reizung dieser Ohrreflexzonen mithilfe von dünnen Akupunkturnadeln.


Wie wirkt die Akupunktur aus Sicht der westlichen Medizin?

Die Akupunktur wurde im Westen lange Zeit als Scharlatanerie abgetan. Da jedoch der Erfolg der Akupunktur auf Dauer nicht zu leugnen war, begann die Wissenschaft die Wirkmechanismen zu erforschen. Hierbei fand man an den Akupunkturpunkten winzige Gefäß-Nerven-Bündel. Die Reizung dieser Gefäß-Nerven-Bündel führt zu einer Stimulation von rasch leitenden Nervenfasern, welche Signale an das Gehirn abgeben und somit Schmerzwahrnehmungen blockieren. Darüber hinaus kommt es durch die Reizung zu einer Ausschüttung von Endorphinen, welche in ihrer chemischen Zusammensetzung dem Morphium sehr ähnlich sind und das Schmerzempfinden dämpfen. Neben der Schmerzreduzierung hat die Akupunktur eine Vielzahl von Wirkungen, wie z.B. die Muskelentspannung, die Steigerung der Durchblutung und die Aktivierung des Immunsystems.

Was geschieht bei einer Akupunkturbehandlung?

Eine Akupunktursitzung dauert circa 20-30 Minuten. Hierbei wird der Patient ruhig und entspannt in einer für ihn angenehmen Positionen (typischerweise liegend oder sitzend) gelagert. Vor dem Einstich der Akupunkturnadel  wird der Akupunkturpunkt anhand der anatomischen Verhältnisse sorgfältig lokalisiert. Durch das Einstechen der Akupunkturnadel kommt es typischerweise zu einem leicht dumpfen Schweregefühl, welches die meisten Patienten als nicht oder nur wenig unangenehm empfinden. Während einer Akupunktursitzung werden circa 10-15 Nadeln gestochen, welche anschließend für 20 Minuten belassen werden. Im Normalfall besteht eine Akupunkturbehandlung aus 10-15 Sitzungen, wobei es auch zum Teil erst nach 5-7 Sitzungen zu einer spürbaren Verbesserung der Beschwerdesymptomatik kommen kann.

Generell kommt es nur in Ausnahmefällen zu leichten Nebenwirkungen, wie kleinen Blutergüssen oder vorübergehendem Taubheitsgefühl an der Einstichstelle.Die Akupunktur ist grundsätzlich mit jeder anderen Therapie kombinierbar und stellt gerade in der Schmerztherapie eine sehr wirkungsvolle Ergänzung zu den Therapien der Schulmedizin da.
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