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Arthrose und Sport, geht das überhaupt? Aktive Patienten fürchten mit dieser Diagnose ein Ende aller sportlichen Aktivitäten. Auf den ersten Blick mag das auch logisch erscheinen. Die fortgeschrittene Abnutzung der Knorpelschichten im Gelenk soll durch übertriebene sportliche Belastung nicht noch weiter fortschreiten. Trotzdem gilt: Regelmäßige körperliche Betätigung kann die Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung der arthrotisch veränderten Gelenke unterstützen, die Motivation zur Bewegung steigert das allgemeine Wohlbefinden. Zu Beginn jeder sportlichen Betätigung sollten dabei in einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt die individuellen Voraussetzungen geklärt werden. Der Arzt prüft die beabsichtigte Sportart im Hinblick auf die mögliche Gelenksbelastung, den bisherigen Erkrankungsverlauf und wichtige Begleiterkrankungen (Herz, Kreislauf, Lunge).
 

Gelenk belastende Sportarten vermeiden

In zahlreichen Sportarten werden die Gelenke stark gefordert. Langjähriges, intensives Bergsteigen erhöht beispielsweise durch dabei auftretende Gelenkbelastungen beim Abstieg das Risiko für einen vorzeitigen Kniegelenkverschleiß. Neben belastungsintensiven Sportarten beanspruchen vor allem Fußball, Handball, Squash und andere Ballsportarten durch abrupte Stopps, Verdrehbewegungen und Verletzungen das Kniegelenk. Profifußballer haben ein bis zu fünffach erhöhtes Risiko für eine vorzeitige Knie- und Hüftarthrose. Patienten mit Arthrose sollten besonderen Wert darauf legen, sportartbedingte Verletzungen der Gelenke zu vermeiden. Neben einer direkten Schädigung des Gelenkknorpels können Verletzungen der Gelenkbänder die Gelenkstabilität zusätzlich verringern. Dadurch kann sich der Gelenkverschleiß beschleunigen.

Die Wahl der richtigen Sportart

Sport ist für Arthrose-Betroffene wichtig. Richten Sie die Wahl ihrer bevorzugten Sportart bewusst nach ihrer Erkrankung aus, gestalten sie ihren Ernährungsplan sinnvoll und verringern sie so das Risiko für einen vorzeitigen Gelenksersatz.

Gymnastik

Die eigenständige Durchführung eines funktionsgymnastischen Trainingsprogramms ist eine Grundvoraussetzung für jeden sporttreibenden Menschen, insbesondere für den älteren Patienten mit Arthrose. Ein tägliches, circa 5 - 10 minütiges Heimtrainingsprogramm sollte dabei dehnende, stabilisierende und kräftigende Trainingsbestandteile enthalten. Empfehlenswert zum Ausgleich von arthrosebedingten muskulären Ungleichgewichten sind zusätzliche Übungen zur Verbesserung der Koordination und Tiefensensibilität.

Radfahren-Ergometer

Moderates Radfahren ist für Arthrose-Patienten eine gute Wahl. Eine kleine Übersetzung und hohe Trittfrequenz reduziert dabei zusätzlich die Gelenkbelastung und fördert die Beweglichkeit. Mountainbiking und wettkampfmäßiges Rennradfahren sollten dagegen wegen der erhöhten Verletzungsgefahr und hoher Belastungsintensität gemieden werden. Regelmäßiges Radfahren kann zur Verkürzung der rückseitigen Oberschenkelmuskulatur führen, hier hilft zusätzlich eine gezielte Muskeldehnung.

Jogging, Nordic Walking

Gelenkbelastungen während des "konventionellen" Jogging liegen bei jedem Schritt beim circa 2,5 bis 3,0-fachen des Körpergewichts. Besser geeignet ist bei Arthrose deshalb das Nordic Walking mit Stöcken. Die hierbei auftretenden Gelenkbelastungen betragen circa das 1,0 bis 1,5-fache des Körpergewichts. Bergläufe und harter Untergrund erhöhen zwangsläufig die Gelenkbelastung. Besonderes Augenmerk sollte auf die Auswahl eines Schuhwerks mit ausreichender Stützfunktion und guter Dämpfungseigenschaft gelegt werden.

Skilanglauf

Skilanglauf ist für Geübte als saisonale Ergänzungssportart zu empfehlen. Der harmonische Bewegungsablauf trainiert das Herz-Kreislauf-System und wichtige Muskelgruppen. Ungeübte tragen allerdings aufgrund mangelnder Lauftechnik und Koordination ein erhöhtes Verletzungsrisiko und sollten hier kein unnötiges Risiko eingehen.

Schwimmen, Aquajogging

Bewegung im Wasser wird insbesondere von Patienten mit fortgeschrittener Arthrose als wohltuend empfunden, da sich durch den Auftritt des Wassers die Belastung der Gelenke deutlich reduziert. Positiv wirkt hierbei eine erhöhte Wassertemperatur das so genannte Aquajogging unter therapeutischer Anleitung ist dabei besonders empfehlenswert. Auch bei fortgeschrittener Knie- und Hüftarthrose wird unter vollständiger Entlastung der Gelenke, zum Beispiel mithilfe einer Auftriebsweste, eine gute Trainingswirkung auf Herz, Kreislauf und Muskulatur erreicht. Von den freien Schwimmstilen empfiehlt sich für geübte Schwimmer vorallem die Kraul- und Rückenschwimmtechnik. Eine verstärkte Hohlkreuzhaltung in Hals- und Lendenwirbelsäule führt dagegen eher zu muskulären Verspannungen und Schmerzverstärkung bei Arthrose der kleinen Wirbelgelenke.
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