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Die Polymyalgia rheumatica ist eine Erkrankung, bei der insbesondere wegen der Gefahr o.g. Komplikationen Kortison gegeben werden muss! Bei gleichzeitiger Arteriitis temporalis ist eine Anfangsdosis von 80 mg bis 100 mg Prednisolon-Äquivalent notwendig, bei unkomplizierter PMR genügt meist eine Anfangsdosis von 30 mg bis 40 mg. Nach Einleitung einer Kortisontherapie kommt es typischerweise zu einer fast schlagartigen (nach einigen Stunden bis wenigen Tagen) erheblichen Besserung der Krankheitssymptome und die laborchemischen Entzündungsparameter gehen deutlich zurück. Das gute Ansprechen der Erkrankung auf Kortison kann als zusätzliches diagnostisches Kriterium gewertet werden. Die Kortisondosis wird im Verlauf ausschleichend reduziert unter Kontrolle der Laborwerte und des subjektiven Befindens. Nach einigen Wochen wird in der Regel eine Dosierung erreicht, die unterhalb der Schwellendosis (Cushing-Schwelle) liegt, bei er die bekannten Kortison-Nebenwirkungen auftreten. Unterhalb dieser Schwellendosis, die bei etwa 5 mg bis 7,5 mg Prednisolon-Äquivalent liegt, kann die Therapie über den erforderlichen Zeitraum von meist 1 bis 3 Jahren fortgeführt werden. Eine gleichzeitige Einnahme eines Calzium/Vitamin D-Präparates ist zu empfehlen um das Risiko einer Osteoporose, das in dieser Dosierung gering ist, zu minimieren. Wenn es nicht gelingt, die Dosis unter die Cushing-Schwelle zu reduzieren, ist die zusätzliche Einnahme eines Immunsuppressivums zu empfehlen. Azathioprin (z.B. Imurek) und Methotrexat sind Medikamente, die auch bei der chronischen Polyarthritis oder beim Systemischen Lupus erythematodes eingesetzt werden. Durch diese Medikamente kann Kortison eingespart werden und es gelingt dann in den meisten Fällen, die Dosis in den gewünschten Bereich zu reduzieren. Allerdings ist Wirksamkeit für Azathioprin und Methotrexat bei der Arteriitis temporalis nicht nachgewiesen.
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